Hilfeleistungskontingent Eichstätt probt den Ernstfall bei Großübung „CRANA 2026“ im Landkreis Kronach

19.09.2026
Feuerwehr
Rund 110 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, BRK und der Führungsgruppe Katastrophenschutz aus dem Landkreis Eichstätt haben sich mit 25 Fahrzeugen an der dreitägigen Katastrophenschutzvollübung „CRANA 2026“ im Landkreis Kronach beteiligt

Simuliert wurde eine komplexe Schadenslage nach extremen Unwettern und einer Hitzeperiode, an der insgesamt etwa 950 Helferinnen und Helfer aus Bayern und Thüringen teilnahmen. Die Übung knüpfte an die langjährige Freundschaft beider Landkreise an, nachdem im Vorjahr bereits ein Kronacher Kontingent im Landkreis Eichstätt zu Gast war.

Nachdem am Freitagvormittag bereits ein Vorauskommando der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung unter Führung von Kreisbrandinspektor Franz Waltl gestartet war, verabschiedeten stellvertretender Landrat Bernhard Sammiller und Vertreter des Sachgebiets Katastrophenschutz am Nachmittag die Hauptkräfte in Denkendorf. Unter der Leitung von Kontingentführer Thomas Buchberger und seinem Stellvertreter Werner Stehler verlegten die Fahrzeuge im Konvoi nach Pressig. Dort richteten die Einsatzkräfte in einer Turnhalle ihr Quartier ein und agierten mit eigenem Feldbettenlager, mobiler Infrastruktur und Notstromversorgung vollständig autark. Die Verpflegung während der gesamten Übung übernahm die Schnelleinsatzgruppe des BRK Beilngries unter Leitung von Christoph Lerzer.

Am Samstag meisterten die Eichstätter Einheiten ein forderndes Einsatzprogramm, zu dem die Waldbrandbekämpfung, der Aufbau einer rund einen Kilometer langen Wasserförderstrecke, Sicherungsarbeiten an Dämmen und Photovoltaikanlagen sowie logistische Aufgaben gehörten. Die UG-ÖEL Eichstätt koordinierte und dokumentierte die Einsätze dabei kontinuierlich aus ihrem mobilen Großraumbüro in enger Abstimmung mit den Kronacher Führungsstellen.

Ein Kameradschaftsabend rundete den arbeitsreichen Samstag ab. Kronachs Landrat Klaus Löffler, Bürgermeister Stefan Heinlein und Kreisbrandrat Frank Fischer bedankten sich herzlich für die Unterstützung und die gelebte Verbundenheit. Der eigens angereiste stellvertretende Landrat Bernhard Sammiller überbrachte die Grüße des Landkreises Eichstätt sowie Gastgeschenke. Für besondere Verdienste um die kameradschaftlichen Beziehungen verlieh Kreisbrandrat Martin Lackner das Kameradschaftsabzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes Eichstätt an Landrat Löffler und Kreisbrandmeister André Stadelmann. Nach dem Rückbau am Sonntag traten die Kräfte wieder die Heimreise an. Die Großübung bewies eindrucksvoll die hohe Schlagkraft sowie die hervorragende organisationsübergreifende Zusammenarbeit aller beteiligten Ehrenamtlichen.